Gewaltprävention

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LEUCHTLINIE

Beratungsstelle für Betroffene oder Zeuginnen und Zeugen von rechter Gewalt in Baden-Württemberg, www.leuchtlinie.de

T-REX Rat für Eltern und Angehörige von rechtsextrem orientierten Jugendliche in Baden-Württemberg

Landesnetzwerk Konflikt-KULTUR

Das Landesnetzwerk Konflikt-KULTUR ist eine Initiative des AGJ-Fachverbandes zur landesweiten Umsetzung des Präventions- und Fortbildungsprogramms Konflikt-KULTUR. Mehr Informationen

Kompetent vor Ort für Demokratie
Netzwerk gegen Rechtsextremismus

Das Programm "kompetent vor Ort" bietet eine Anlaufstelle für Personen und Institutionen, die Beratung im Umgang mit rechtsextremen Einstellungen brauchen oder Fachinformationen zum Themenfeld suchen.

Online-Beratung zum Schutz vor Zwangsheirat

Kostenlos, anonym und in mehreren Sprachen gibt es hier Beratung.
Träger des Webangebots ist der gemeinnützige Verein Mädchenhaus Bielefeld e.V.

Netzwerk Konflikthilfe

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Die Mitglieder des NETZWERK KONFLIKTHILFE bieten Unterstützung bei
* Prävention
* Intervention und
* Konfliktbearbeitung
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Fachgebiet Gewaltprävention

In Schule und Jugendhilfe zählt der Umgang mit Konflikten und Gewalt noch immer zu den großen pädagogischen Herausforderungen. Gewaltprävention hat das Ziel, Gewalt zu vermindern oder gar zu vermeiden. In der pädagogischen Arbeit sollte zuerst immer geklärt werden: Um welche Gewalt geht es (vor allem) bei uns in der Einrichtung? Und: Wo sind Kinder und Jugendliche Opfer, wo Täter/-innen? Um diese Fragen zu beantworten sind alle, also auch die betroffenen Kinder und Jugendlichen, angemessen einzubeziehen.

Kultur der Anerkennung

Ansätze, die grundlegend Kinder und Jugendliche stärken, also ihr psycho-soziales Wachsen ermöglichen und ihr soziales Miteinander fördern sollen, gehören zum „Vorfeld“ der Gewaltprävention, werden auch als „unspezifisch“ charakterisiert. Eine Kultur der Anerkennung zu initiieren bedeutet zum Beispiel, Bedürfnisse, Kompetenzen und Stärken wahrzunehmen, Differenzen anzuerkennen, Interessen zu benennnen, Durchsetzungsfähigkeit und Empathie zu fördern, sowie das Recht auf Verschiedenheit und Respekt zu vermitteln und durchzusetzen. Regeln des Umgangs werden festgelegt nebst den Konsequenzen bei Nicht-Beachtung.
Dieses „Vorfeld“ der Gewaltprävention ist groß und sehr wichtig. Gewaltpräventive Effekte werden dabei höchstwahrscheinlich erzielt. Sicherlich wird es den Bedürfnissen von Mädchen und Jungen nach Wertschätzung und „Weiterkommen“ gerecht.

Konflikte lösen – Gewalt vermeiden

Normalerweise treten im Zusammenleben und -arbeiten von Menschen Konflikte auf. Damit diese nicht in Gewalt münden, müssen sie angemessen und konstruktiv bearbeitet werden. Die Förderung von Konfliktkompetenz gehört zu den Topthemen spezifischer Gewaltprävention. Konflikte werden in frühem Stadium ernst genommen, es gibt Rituale, wie sie bearbeitet werden. Bei leichten Konflikten werden Kinder und Jugendliche maximal einbezogen (Streitschlichter/-innen), bei komplexen treten Erwachsene als Vermittler auf.

Mit Gewalt gekonnt umgehen, damit sie sich nicht zum Handlungsmuster verfestigt

Der Bedarf an - zusätzlichem - methodischem Know-how wird uns von Fachkräften immer wieder bestätigt. Ob Konfrontation, Deeskalation, Vermittlung - verschiedene Wege führen zum Ziel „Gewalt beenden“ bei grenzüberschreitenden Jungen oder Mädchen, bei Mobbing etc. Hier geht es zunächst darum, geltende Regeln, Menschenrechte und demokratische Umgangsformen zu verdeutlichen und durchzusetzen. Desweiteren darum, das Gewalthandeln nachhaltig zu beenden und eine Wiederholung zu verhindern.

Gewaltprävention ist Teil von Organisationsentwicklung

Dan Olweus – dem ursprünglichen Impulsgeber für das baden-württembergische Schul-Präventions-Programm „stark.stärker.Wir.“ – verdanken wir den Hinweis, dass Gewaltprävention nur komplex angewandt erfolgreich sein kann. Neben dem oder der Einzelnen muss auch die Gruppe oder Klasse sowie als Drittes die Einrichtung beachtet werden. Gewaltprävention ist Thema für die Organisationsentwicklung, etwa anhand der Fragen: Wie können wir gewaltfördernde Strukturen in der Einrichtung erkennen und verringern? Wie können die Kooperationsstrukturen mit anderen Einrichtungen verbessert werden?

Erwachsene sind Vorbilder

Kinder und Jugendliche finden vielfältige Vorbilder für Gewalthandeln – vor allem in der (Medien)Welt der Erwachsenen. Fachkräfte sind sich Ihrer Vorbildrolle bewusst: Wie gehe ich mit Konflikten um, wie glaubwürdig lebe ich Anerkennung? Selbstreflexion über eigene Haltungen und die eigene Praxis sind unverzichtbarer Teil professioneller Gewaltprävention.

Unser Angebot

  • Fachveranstaltungen und Fortbildungen
  • Vorträge und Elternabende
  • Publikationen wie Arbeitshilfen und ajs-Kompaktwissen zur themenbezogenen Information
  • Fachliche und konzeptionelle Beratung für Multiplikator/innen in schulischen und außerschulischen Arbeitsfeldern
  • Hinweise auf Material und Fachliteratur
  • Unterstützung bei der Suche nach Referent/innen
  • Weiterentwicklung gewaltpräventiver Konzepte

Ansprechpartner:

Lothar Wegner, Tel. (07 11) 2 37 37 14

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