Medienkompetenz

Medienkompetenz

Mit dem Begriff Medienkompetenz werden Fähigkeiten beschrieben, die ein Individuum braucht, um selbstbestimmt, kreativ und sozial verantwortlich mit Medien umzugehen (individuelle Ebene).

Dazu gehören folgende Aspekte:

  • Wissen und Kenntnisse über Medienangebote und ihren Nutzen.
  • Die Fähigkeit, eine sinnvolle Auswahl im Zusammenhang mit eigenen Bedürfnissen, der eigenen Lebensgestaltung und Identitätsbildung treffen zu können. 
  • Über die eigene Mediennutzung und über Medienwirkungen reflektieren zu können.
  • Technisches Wissen über Medien (Umgang mit Geräten).
  • Die Produktionsbedingungen von Medien und ihrem Bezug zur gesellschaftlichen Wirklichkeit zu kennen und kritisch beurteilen können.
  • Eine Urteilsfähigkeit gegenüber Medienbotschaften zu entwickeln. Die Fähigkeit, die jeweilige "Mediensprache" verstehen und analysieren zu können.
  • Medien zu gestalten und zur Kommunikation einsetzen zu können, als Erweiterung der eigenen Handlungs- und Ausdrucksfähigkeit und sie ebenso als partizipatives Werkzeug nutzen zu können (aktiver Medienumgang).
  • Kritisch zu reflektieren über Begriffe wie Realität, Wahrheit, Information, Wissen, Manipulation etc.

Medienkompetenz gehört heute zu den unverzichtbaren Kulturtechniken. Sie wird in einem lebenslangen Lernrozess erworben und weiter ausgebildet. Zugleich wird Medienkompetenz als Fähigkeit beschrieben, die eine Gesellschaft und ihre Systeme entwickeln müssen.

Diese Perspektive berücksichtigt, dass individuelle Medienkompetenz nicht unabhängig von gesellschaftlichen und organisatorischen Bedingungen entwickelt werden kann und stellt notwendige Strukturveränderungen in den Mittelpunkt. So kann z.B. Schule nicht allein durch didaktische Konzepte Schülerinnen und Schüler medienkompetent machen, sondern hat sich damit auseinander zu setzen, wie sie selbst - als lernende Organisation - ein medienkompetentes System wird.

 

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