ajs Medienscouts Jugendhilfe

Medienbildung und Medienkompetenzförderung für Einrichtungen der Jugendhilfe

Ein Angebot der Aktion Jugendschutz in Kooperation mit der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK)

Medienkompetentes Handeln ist heute unabdingbar. Kinder und Jugendliche brauchen pädagogische Unterstützung, um sachkundig mit Medien umzugehen und souverän an einer digitalen Gesellschaft teilhaben zu können. Dies gilt auch für Kinder und Jugendliche, die innerhalb der Angebote der Jugendhilfe betreut werden.

Das Angebote richtet sich an Einrichtungen, die Hilfen zur Erziehung durchführen und medienpädagogische Themen bearbeiten möchten. Es umfasst medienpädagogische In-House-Schulungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Schulungen jugendlicher Medienscouts, die im Anschluss Peer-Projekte für andere Kinder und Jugendliche durchführen. Das Angebot setzt auf den Ansatz der Peer-Education. Fachkräfte der Einrichtungen werden sukzessive in die Maßnahmen eingebunden. Ziel ist eine nachhaltige Verankerung medienpädagogischer Themen in den Einrichtungen.

Erfahrungen aus der Pilotphase: In den Jahren 2011 bis 2014 wurden während einer Pilotphase insgesamt 93 Medienscouts aus verschiedenen Einrichtungen geschult. Einen kurzen Einblick, welche Erfahrungen wir während dieser Zeit gesammelt haben, bekommen Sie hier. 
In den ajs-informationen 2/2014 "Medienerziehung in der Jugendhilfe" finden Sie weitere Informationen zum Thema. Sie ist zugleich die Dokumentation des gleichnamigen Fachtags im Oktober 2014, den wir in Kooperation mit der LFK durchgeführt haben.

Sie sind interessiert? Weitere Informationen finden Sie hier. Wenn Sie sich für das Angebot interessieren, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf. Wir klären Ihre Fragen gerne in einem persönlichen Gespräch.


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nformation und Beratung:
Henrik Blaich, Fachreferent für Medien und Gewaltprävention, Projektleiter, Tel. (07 11) 2 37 37 18

21. April 2016, Öhringen: Evangelische Jugendhilfe Friedenshort, Medienscouts erhalten Urkunden und Zertifikate

Auszeichnung für Jugendliche im Rahmen des Kooperationsangebots von Aktion Jugendschutz Baden-Württemberg (ajs) und Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK).

In den Jahren 2015 bis 2019 führt die Aktion Jugendschutz ihr Angebot „ajs Medienscouts Jugendhilfe“ in Kooperation mit der LFK durch. Heute erhalten acht Jugendliche der Evangelischen Jugendhilfe Friedenshort in Öhringen ihre Zertifikate für die erfolgreiche Teilnahme an der Schulung und Urkunden für die Durchführung ihrer selbst gestalteten Peer-Projekte. Damit werden die ersten Medienscouts des Angebots geehrt, das im letzten Jahr begann.

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Nach vier intensiven Schulungstagen mit Simone Fleckenstein und Robert Rymeš vom LandesNetzWerk für medienpädagogische Elternarbeit der ajs im Herbst 2015 haben sich die acht neuen Medienscouts über den Winter Zeit genommen, um ihre Peer-Projekte vorzubereiten. Mit Unterstützung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Einrichtung sind spannende Angebote entstanden, die im Frühjahr 2016 umgesetzt werden konnten:

So haben die Medienscouts in der 7. Klasse einer Gemeinschaftsschule einen Facebook-Check durchgeführt. Eine Doppelstunde lang konnten die Schülerinnen und Schüler im Computerraum unter Anleitung durch die Peers ihre Profile checken und Anregungen für eine sichere Nutzung erhalten. Ein vergleichbares Projekt wurde von den Medienscouts in einer Wohngruppe der Jugendhilfeeinrichtung durchgeführt. Im Rahmen eines Aktionstages der jugendhilfeinternen Thiele-Winckler-Schule wurde eine QR-Code-Rallye durchgeführt, die von den jugendlichen Medienscouts vollständig alleine geplant und umgesetzt wurde. Von Seiten ihrer Schule bekamen sie dafür eine sehr positive Rückmeldung.

Ein besonderes Medienscout-Projekt war die QR-Code-Stadtrallye für unbegleitete minderjährige Ausländer, geplant und durchgeführt von einem jungen syrischen Kriegsflüchtling. Die Fragen und Stationen der Rallye waren auf das Kennenlernen der Stadt Öhringen ausgerichtet, z.B. die Ermittlung von Eintrittspreisen für das örtliche Freibad oder von Informationen über historische Gebäude. Mit Hilfe von Google Maps mussten die Jugendlichen durch die Stadt navigieren, die Koordinaten hierfür wurden ihnen per Whats App auf ihre Smartphones geschickt. Die jungen Flüchtlinge waren mit großer Freude dabei. Insgesamt haben alle Medienscouts von den Jugendlichen, die teilgenommen haben, sehr positive Rückmeldungen bekommen.

Sie surfen souverän: Reportage des Jugendmagazins stimmt.de

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