Rauchfreie Schule

Rauchfreie Schule? - Na klar!

Der Erziehungsauftrag der Schule umfasst neben der Wissensvermittlung und der Förderung sozialer Kompetenzen auch die Gesundheitserziehung. Dabei liegt ein Schwerpunkt auf der Tabakprävention und dem Ziel "Rauchfreie Schule", d.h. Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Eltern, schulische Angestellte und Besucher/innen rauchen zu keinem Zeitpunkt im Schulhaus oder auf dem Schulgelände. Um eine solche für alle verbindliche Regelung, auf deren Einhaltung konsequent geachtet wird, zu erreichen, bedarf es einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Thema Rauchen, in die alle am Schulleben Beteiligten aktiv eingebunden sind.

Ob das Ziel "Rauchfreie Schule" auch - womöglich sogar einfacher und schneller - mit einem entsprechenden Erlass "von oben" durchgesetzt werden kann, wird die Erfahrung anderer Bundesländer zeigen, die sich im Laufe der letzten Monate für diesen Weg entschieden haben. Das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg setzt dagegen auf das freiwillige Engagement und die Eigenverantwortung der Schulen und will seinerseits die Schulen mit einer Reihe von Angeboten unterstützen:

  • In Zusammenarbeit mit der Aktion Jugendschutz wird eine Handreichung erstellt: "Rauchfreie Schule? - Na klar!" Sie soll Impulse geben für die individuelle Entwicklung und Umsetzung einer Konzeption zur "Rauchfreien Schule" und enthält Hinweise auf Materialien, bereits existierende Projekte und mögliche Ansprechpartner/innen.
  • Am 28. Februar 2007 führte das Kultusministerium in Zusammenarbeit mit der Aktion Jugendschutz, der Landeshauptstadt Stuttgart - Gesundheitsamt und der Fachstelle "Gesunde Schule Baden-Württemberg" in Stuttgart ein Symposium zum Thema "Rauchfreie Schule" durch. Sie soll Schulen ein Forum bieten, bereits umgesetzte Konzepte darzustellen bzw. sich über solche zu informieren und auszutauschen.

Kontakt:
Ute Ehrle, Tel. (07 11) 2 37 37 19

 

Information zum Jugendschutzgesetz:

Das JuSchG zieht in §10 klare Grenzen für das Rauchen in der Öffentlichkeit sowie für den Verkauf von Zigaretten. Ab 1. September 2007 gilt:

  • Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren darf weder das Rauchen in der Öffentlichkeit gestattet werden noch dürfen ihnen Tabakwaren verkauft werden.

Verboten sind außerdem seit 1.7.2004:

  • Kleinpackungen mit weniger als 17 Zigaretten
  • die kostenlose Abgabe von Zigaretten zu Werbezwecken
  • der Verkauf einzelner Zigaretten

Bei öffentlichen Filmveranstaltungen darf für Tabakwaren erst nach 18 Uhr geworben werden.

 

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