Gewaltprävention

Konfrontation als hilfreicher Arbeitsstil in der Pädagogik

Fachtag am 5. Februar 2013 in Stuttgart

Die "Konfrontative Pädagogik" hat seit ihrem Bestehen immer wieder für Irritation gesorgt. Besonders der "Heiße Stuhl" war und ist umstritten. Inzwischen wird der konfrontative Interventionsstil über "Anti-Gewalt-Trainings" hinaus auch im Alltag von Jugendhilfe und Jugendarbeit angewandt. In Baden-Württemberg gibt es viele ausgebildete Fachkräfte, die damit erfolgreich arbeiten.

Der Fachtag in Kooperation mit dem Institut KOMPASS Reutlingen bot rund 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit, zur fachlichen Auseinandersetzung mit Kritik an und Chancen von konfrontativer Pädagogik.

Jugendschutz im öffentlichen Raum

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Rund 140 Fachkräfte der Jugendarbeit, Jugendhilfe, Polizei und der Stadtverwaltungen diskutierten bei dieser Tagung am 16. Oktober mit 20 Expertinnen und Experten über Möglichkeiten, den öffentlichen Raum für Jugendliche als Erfahrungsraum zu erhalten und mit ihnen gemeinsam zu gestalten.

Harald Sickinger, SOWIT Tübingen, zeigte zum Einstieg mit einem Erkundungsfilm, welche Angebote Jugendliche sich im öffentlichen Raum wünschen. Volker Häberlein von der Evangelischen Gesellschaft Stuttgart skizzierte in seinem historischen Abriss zur Arbeit der Mobilen Jugendarbeit, wie sich der öffentliche Raum und die Gesellungsformen von Jugendlichen im Laufe der letzten 30 Jahre verändert haben und wie die Sozialarbeit sich ebenfalls entsprechend gewandelt hat, um Jugendliche weiterhin zu erreichen. Er betonte, wie wichtig und kooperativ im Laufe dieser Zeit die Zusammenarbeit mit der Polizei geworden ist.

In den Workshops des Nachmittags diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über soziokulturelle Arbeit in Wohnquartieren, Peerprojekte im Rahmen der Alkoholprävention, lernten das „Landesnetzwerk Neue Festkultur“ kennen und setzten sich mit den Altersfreigaben für Kinofilme der Freiwilligen Selbstkontrolle Filmwirtschaft (FSK) auseinander. Beim Markt der Möglichkeiten wurden weitere Projekte und Angebote präsentiert: der Förderverein Prävention aus dem Hohenlohekreis, b.free, ein Netzwerk im Landkreis Konstanz zur Prävention von Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen, die Stadt Konstanz mit ihrem Modell zu "Jugendliche im öffentlichen Raum", PräRIE – das Freiburger Modellprojekt zur Etablierung einer Kommunalen Alkoholpolitik und verschiedene Angebote der Mobilen Jugendarbeit.

Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen der Kampagne Jugendschutz aktiv durchgeführt.  

Mobbing - Schikane unter Jugendlichen

Fachtag am 11. März 2009 in Karlsruhe

Mobbing – das systematische Schikanieren über einen längeren Zeitraum – ist ein Thema in vielen Schulklassen. Die Tagung informierte über Entstehung und Dynamik von Mobbingprozessen unter Kindern oder Jugendlichen, um so zum besseren Erkennen beizutragen. Möglichkeiten zur Prävention und Intervention wurden vorgestellt.

Informationen: Lothar Wegner, Tel. (07 11) 2 37 37 14

Prävention und Hilfekonzepte bei selbstverletzendem Verhalten

18. Juni 2008 in Stuttgart-Vaihingen

In Schule, Jugendarbeit, und Beratung fallen immer mehr Kinder und Jugendliche durch verschiedene Formen von selbstverletzendem Verhalten oder auch Autoaggression auf. In Baden-Württemberg gab es nun einige Untersuchungen, die dazu neue differenzierte Aussagen machen. Diese wurden im Rahmen des Fachtags vorgestellt.

Programm

Input von Bernhild Manske-Herlyn
Problemaufriss zur Tagung (120 KB)

Vortrag von Dr. med. Paul Plener, Universitätsklinikum Ulm
Erscheinungsformen, Ursachen und Häufigkeit von selbstverletzendem Verhalten (470 KB)

Vortrag von Dr. Johann Haffner, Universitätsklinikum Heidelberg
Körpererleben von Jugendlichen (933 KB)

Vortrag von Dagmar Preiß, Mädchengesundheitsladen Stuttgart
Prävention und Beratung für Mädchen bei selbstverletzendem Verhalten (96 KB)

Dr. Susanne Heynen
Prävention und Hilfe im Jugendhilfenetzwerk (920)

Information:
Bernhild Manske-Herlyn, Tel. (07 11) 2 37 37 13

 

Was geht!?
Erfolgreiche Ansätze in der Gewaltprävention an Schulen

Fachtagung der Aktion Jugendschutz in Kooperation mit der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft am 25. Oktober 2005 in Stuttgart

Programm (258 KB)

Presse-Statement der ajs (105 KB)

Eröffnungsrede von Elisabeth Gropper, Geschäftsführerin der ajs (90 KB)

Eröffnungsrede von Rainer Dahlem, Landesvorsitzender der GEW Baden-Württemberg (50 KB)

Gewaltfreie Schule zwischen Fiktion und Realität (190 KB)
Vortrag Fritz Sperth als Textversion mit integrierten Vortragsfolien und dazu noch eine Grafik (76 KB)

Aus den Workshops:

Information:
Lothar Wegner, Tel. (07 11) 2 37 37 14

Klare Linie mit Herz - Konfrontative Pädagogik in den Hilfen zur Erziehung

Die Arbeit mit gewaltbereiten Jugendlichen löst bei Fachkräften häufig Unzufriedenheit und Unsicherheit aus. Sowohl die persönlichen Kompetenzen als auch die institutionellen Strukturen und Ressourcen am Arbeitsplatz werden als wenig effizient erlebt. Kinder und Jugendliche haben sich in diesen Einrichtungen "Territorien" und Rechte angeeignet, die ihnen nicht zustehen.

Die Einstellungen und Probleme dieser Klientel sind mit allein empathischer, verstehender Pädagogik nicht erfolgreich zu bearbeiten. Eine konfrontative Pädagogik mit den Prinzipien wohlwollender Konfrontation und einer klaren, eindeutigen Grenzziehung ist v.a. für gewaltbereite Menschen eine bedeutsame Hilfe.

Interview mit Andreas Schrenk, Gesamtleiter Augustinusheim Ettlingen, zum Konzept der konfrontativen Pädagogik (103 KB)

Informationen:
Lothar Wegner, Tel. (07 11) 2 37 37 14

Spiel ohne Grenzen? Sport als Baustein der Gewalt- und Suchtprävention

Diese Fachtagung der Aktion Jugendschutz in Kooperation mit der Württembergischen Sportjugend fand am 21. Oktober 2003 in Stuttgart-Vaihingen statt.

Hier finden Sie die Presseerklärung der Aktion Jugendschutz, das Hauptreferat von Prof.Dr. Gunter A. Pilz und die wichtigsten Thesen des Referats von Angelika Ribler.

Die Dezember-Ausgabe der „ajs-informationen“ enthält die wichtigsten inhaltlichen Beiträge der Tagung. Hier können Sie die ajs-info 4/2003 bestellen!
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