Migrationspädagogik

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Integrationsbeauftragte

Liste der Integrationsbeauftragten bei Städten und Landkreisen, ein Service des Ministeriums für Soziales und Integration.

Netzwerk rassismuskritische Migrationspädagogik

versteht sich als Forum von Fachkräften aus den Bereichen Soziale Arbeit, Schule, Bildung/Weiterbildung, Hochschule, die sich einer rassismuskritischen Migrationspädagogik verpflichtet fühlen.
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Vom Aufbrechen und Ankommen

Evaluation in der regionalen Weiterbildung in Pforzheim

Die Weiterbildung "Interkulturell denken - lokal handeln" in Pforzheim (November 2009 bis Januar 2011) wurde evaluiert. Die Ergebnisse liegen nun vor und Sie können die Evaluation hier lesen.

Interkulturalität und Fachlichkeit

Interkulturalität gehört zur Normalität der Kinder- und Jugendhilfe. Mit dem vorliegenden Papier beschreibt die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ interkulturelle Herausforderungen für die Kinder- und Jugendhilfe und für die Qualifizierung ihrer Fachkräfte. Mehr Informationen

Leitfaden für Schulen zum Umgang mit Zwangsverheiratungen

Ein neuer Leitfaden der Bundesregierung soll Lehrkräfte an Schulen in Deutschland im Umgang mit dem Thema Zwangsverheiratungen sensibilisieren. Der Leitfaden soll das Schulpersonal darauf vorbereiten, das Thema Zwangsheirat in der Schule zu thematisieren, Warnsignale für eine mögliche Bedrohung durch Zwangsheirat werden benannt ebenso wie konkrete Tipps und Handlungsempfehlungen.

Mehr Informationen, Download und Bestellmöglichkeit

Migrationspädagogik

Interkulturelle Kompetenz in der Migrationsgesellschaft bedeutet, eigene und fremde Werte, Normen und Handlungsweisen bewusst wahrzunehmen, zu reflektieren und sich auf jede Begegnung mit Neugier und Bereitschaft zur Unsicherheit einzulassen.

Ob in der Stadt oder auf dem Land - die Migrationsgesellschaft ist überall in Baden-Württemberg erlebbar. Besonders in Städten wie Pforzheim, Mannheim oder Stuttgart hat die Hälfte der Kinder oder Jugendlichen einen Migrationshintergrund, in manchen Kindertagesstätten, Schulen oder Jugendhilfeeinrichtungen sind es beinahe 100%. Diese Kinder und Jugendlichen unterscheiden sich aufgrund

  • ihrer jeweiligen Migrationsgeschichte, Staatsangehörigkeit und Aufenthaltsstatus,
  • des sozialen Status und den daraus resultierenden Möglichkeiten der ihrer Teilhabe an politischer und ökonomischer Macht,
  • ihres jeweiligen Weges in den gesellschaftlichen Institutionen der Erziehung und Bildung und ihren beruflichen Aufstiegsmöglichkeiten.

Und sie unterscheiden sich in ihrem unterschiedlichen Umgang mit diesen Lebenserfahrungen. Auch Kinder aus einheimischen Familien sind in ihrer Lebenswelt auf vielfältige Weise mit dem Thema Migration beschäftigt.

Ein angemessener pädagogischer Umgang mit dem Thema Migration, wie er im Konzept der Migrationspädagogik formuliert ist, verlangt eine Reflexion in allen pädagogischen Handlungsfeldern und verweigert sich einseitigen Problemzuschreibungen.

Wichtig ist uns,

  • Migration und ihre möglichen Folgen als Teil von Lebenslagen anzuerkennen,
  • Menschen nicht auf ihren Migrationshintergrund zu reduzieren,
  • Migrantinnen und Migranten als Teil unserer Gesellschaft anzuerkennen, als Teil des "Wir in Deutschland",
  • kulturelle Differenzen wertschätzend wahrzunehmen,
  • Migration als eine häufig einschneidende Erfahrung mit besonderen Effekten (z.B. Ethnisierung) zu begreifen,
  • die soziale Lage der jeweiligen Person zu beachten (berufliche, soziale Teilhabe),
  • alltägliche Rassismus-Erfahrungen ernst zu nehmen.

Daraus ergeben sich Herausforderungen für das pädagogische Handeln der Fachkräfte als auch für die Einrichtungen und Gemeinwesen ("Interkulturelle Öffnung"). Rezepte für richtiges Handeln gibt es nicht. Gefordert ist vielmehr ein fehlerfreundlicher und kreativer Lernprozess aller Beteiligten. Ausgangspunkt dafür ist die Reflexion der eigenen Praxis und auch der eigenen Verstrickungen in diskriminierende und rassistische Verhältnisse.

Unser Angebot

Ansprechpartner:

Lothar Wegner, Tel. (07 11) 2 37 37 14

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