Aktion Jugendschutz Aktuell

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Medienerziehung in der Sozialpädagogischen Familienhilfe

Nach fünf Jahren wurden die Erfahrungen mit diesem Angebot ausgewertet. Mehr dazu

Jugendliche entwickeln ein Computerspiel im ZKM

Spielgesteuert,  eine Gruppe des Kinder- und Jugendhauses Oststadt in Karlsruhe, hat in Kooperation mit dem ZKM ein eigenes Computerspiel entwickelt. Mehr dazu

 

Vom Aufbrechen und Ankommen

Aktueller Newsletter aus dem Fachreferat Medien

Änderung im Jugendschutzgesetz

Elektronische Zigaretten und E-Shishas dürfen ab sofort nicht mehr an Kinder und Jugendliche verkauft werden. Die Gesetzesänderung gilt seit 1. April 2016, mehr Informationen.

Neu erschienen: Grundrechte im digitalen Raum - Ein Thema für den Jugendschutz

Die Website des Netzwerks ist wieder online!

Onlineangebot der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

 

 

Informationen zum Thema sexuelle und reproduktive Gesundheit für Migrantinnen und Migranten, die noch nicht lange in Deutschland leben.
Nutzungshinweise und Informationen für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren

T-REX Rat für Eltern und Angehörige von rechtsextrem orientierten Jugendliche in Baden-Württemberg

LEUCHTLINIE

Beratungsstelle für Betroffene oder Zeuginnen und Zeugen von rechter Gewalt in Baden-Württemberg, www.leuchtlinie.de

Medienpädagogische Fortbildung für die Sozialpädagogische Familienhilfe

Basics: zweitägige Seminare in Freiburg und Stuttgart

Update 2016: Umgang mit mobilen Geräten: Smartphone und Tablets
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Flucht und Bildung

Für eine solidarische Bildung in der globalen Migrationsgesellschaft steht dieser Aufruf aus Erziehungswissenschaft, Pädagogik und Sozialer Arbeit.

Zu den Ereignissen in München, Würzburg und Ansbach

Die Welt scheint aus den Fugen geraten zu sein. Berichte über Amok, Terror und andere Gewaltverbrechen sind auch in Deutschland an der Tagesordnung. Die Medien sind voller Berichte, teilweise leider auch vorschneller Spekulationen oder belastender Bilder. Besonders für Kinder und Jugendliche kann dies sehr verstörend und ängstigend sein. Daher ist es zunächst einmal wichtig, sie damit nicht alleine zu lassen, denn Abschirmen funktioniert nicht. Durch Gespräche im Umfeld, durch die Medien oder in den sozialen Netzwerken erfahren sie in der Regel immer von diesen Ereignissen. Für Eltern und pädagogische Fachkräfte ist es wichtig, auf die individuelle emotionale Lage und die Fragen der Heranwachsenden dem Alter und dem Entwicklungsstand entsprechend einzugehen.

Mehr…

Anregungen und kindgerechte Angebote finden sich hier:

http://www.flimmo.de/

http://www.schau-hin.info/news/artikel/terror-in-nizza-ueber-aengste-sprechen.html

http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/tipps-so-reden-sie-mit-kindern-ueber-gewalt-und-terror-a-1104434.html

Kindernachrichten:

http://www.tivi.de/fernsehen/logo/artikel/45113/index.html

http://neuneinhalb.wdr.de/

https://www.hanisauland.de/

Vor allem Jugendliche informieren sich über soziale Netzwerke. In diesem Alter kommen ethische und politische Fragen auf und Diskussionen über Information, Desinformation, Vorurteile und Entscheidungsfreiheit können angestoßen werden. Eine Wertedebatte um die Ausgestaltung des digitalen Raumes kann und muss auch mit den jugendlichen Nutzerinnen und Nutzern geführt werden.

Erwachsene sollten sich auch hier ihrer Vorbildrolle bewusst sein: Welchen Diskussionsstil pflegen wir in der Gesellschaft, wann tragen wir zur Ausgrenzung bei. Junge Menschen beobachten dies sehr genau.

Prävention

Die nach solchen Ereignissen verständliche Frage nach dem „Warum“ führt oft zu vorschnellen Spekulationen über Schuld und Ursachen. Gründe für die Gewalttaten sind immer komplex und sind nur individuell zu verstehen. Doch wir können als Gesellschaft darauf hinarbeiten, „dass die Ursachenfaktoren in ihrer Bedeutung zurückgefahren werden (müssen), dass Gefühle von Benachteiligung und Ausschluss in unserer Gesellschaft weniger vorkommen,“ so der Konfliktforscher Ulrich Wagner

http://www.deutschlandfunk.de/nach-muenchen-reutlingen-und-ansbach-wir-diskutieren-ueber.694.de.html?dram:article_id=361113

Amokläufe und Radikalisierungsprozesse haben in der Regel eine Vorgeschichte. Hier gilt es, aufmerksamer für Warnzeichen und rechtzeitig aktiv zu werden. In Hinblick auf junge Menschen müssen Eltern, Lehrerinnen und Lehrer sowie pädagogische Fachkräfte für diese Warnzeichen sensibilisiert werden und lernen, sie zu erkennen. Gleichzeitig müssen wir Kindern und Jugendlichen die Gewissheit geben, sich jederzeit mit ihren Ängsten und Unsicherheiten an erwachsene Vertrauenspersonen wenden zu können und dort Gehör zu finden, wenn sie sich  um Freunde und Freundinnen Sorgen machen.

Auch der Konfliktforscher Andres Zick fordert mehr Aufmerksamkeit für die Mitmenschen und mehr Zivilcourage:  http://www.deutschlandfunk.de/angst-vor-terrorismus-das-prinzip-zivilcourage.691.de.html?dram:article_id=361159

Statt die Debatte um Ego-Shooter  mit den bekannten Argumenten wieder aufzuwärmen, sind strukturell verankerte medienpädagogische Angebote zu implementieren, in denen medienethische Reflexionsprozesse enthalten sind. So werden Heranwachsende unterstützt, die Herausforderungen der digitalen Medienwelt zu meistern und sozial verantwortliche Handlungsoptionen zu entwickeln.

„Amokläufern und Terroristen ginge es nicht primär um die Tötung von Menschen, sondern um den Effekt auf die Gesellschaft. Sie zielten auf Resonanz. Die zumeist verzweifelten jungen Männer überhöhten ihr Selbstwertgefühl mit der ‘einen großen Tat zum Abschluss‘." (Ex-Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin in Deutschlandradio Kulturhttp://www.deutschlandradiokultur.de/nida-ruemelin-ueber-die-juengste-gewalt-wir-duerfen-die.1008.de.html?dram%3Aarticle_id=361106)

Weitere Stellungnahmen:

http://www.schule-ohne-rassismus.org/was-wir-tun/aktuelles/aktuelles-einzelansicht/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=10901&cHash=988d3db24ebac617c2c5dec62959db8c

Reflexion in den Medien selbst über die Berichterstattung

http://www.zeit.de/gesellschaft/2016-07/online-journalismus-medien-amoklauf-muenchen

Weniger…

Pädagogik 4.0
Vielfalt - Anerkennung - Inklusion
18. Oktober 2016 Hospitalhof Stuttgart

In Jugendhilfe und Schule sind die Fachkräfte heute mehr denn je herausgefordert, der jeweiligen Individualität von Kindern und Jugendlichen durch entsprechende Angebote adäquat zu begegnen. Sie arbeiten mit Heranwachsenden, die sich unterscheiden: Aufgrund von Herkunft, Geschlecht, Alter, Religion, sexueller Identität, körperlicher Ausstattung, sozioökonomischer Lage, etc.

Diese Kategorien sind in den Blick zu nehmen, um damit einhergehende gesellschaftliche Ausgrenzungsvorgänge zu erkennen. Denn es gilt, Chancengerechtigkeit und Teilhalbe für alle zu erreichen. Mit den Theorien und Ansätzen von Diversity und Intersektionalität wird versucht, den komplexen Zusammenhang und die Wechselwirkungen verschiedener Kategorien, die zu Benachteiligung oder Ausgrenzung führen, zu erfassen. Sie bieten Grundlagen, um zu reflektieren, wie soziale Lebensräume gestaltet werden können, die niemanden ausschließen.

Was bedeutet dies für die Praxis in Jugendhilfe und Schule? Welche pädagogischen Konzepte fördern die Anerkennung von Verschiedenheit? Welche Ressourcen sind notwendig, um Kinder, Jugendliche und Familien zu befähigen, partizipativ das gesellschaftliche Miteinander zu gestalten?

Die Geschäftsstelle und das Präsidium der Aktion Jugendschutz laden Sie ein, diese Frage mit Fachleuten aus Wissenschaft und Praxis zu diskutieren.

Zum Programm (Einzelseiten), Programm (gesamter Folder), zur Anmeldung

Dran bleiben - Deeskalation und Eskalation

14. - 15. November 2016, Hohenwart-Forum, Pforzheim

Im Umgang mit Regelverletzungen und Gewalt-Eskalation brauchen pädagogische Fachkräfte ein vielfältiges Handlungsrepertoire. Eine angemessene Sprache ist entscheidend für den Verlauf und auch ein wohl dosierter Körpereinsatz kann gefragt sein. Wann sind Deeskalations-Strategien sinnvoll, wann helfen bewusst geführte Eskalation weiter? Den Antworten auf diese Fragen wird sich die Seminargruppe praktisch und theoretisch annähern.

Die Bereitschaft, sich mit individuellen Erfahrungen aktiv in Rollenspielen einzubringen und eigene Persönlichkeitsanteile zu reflektieren, ist Voraussetzung für eine erfolgreiche Teilnahme.

Seminarleitung: Frank Müller

Informationen: Lothar Wegner, Tel. (07 11) 2 37 37 14

Zum Programm, zur Anmeldung (bis 10. Oktober 2016)

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